Unsere Schule geht auf Reisen

In diesem Schuljahr gab es an der Stephani-Grundschule einen Aktionstag der ganz besonderen Art: Am 6. Juli ging die gesamte Grundschule auf Reisen. Ziel war das Freilandmuseum in Bad Windsheim. Ganz aufgeregt warteten die Schüler und Schülerinnen zusammen mit ihren Begleitpersonen an diesem Tag kurz vor acht Uhr auf die Ankunft der vielen Busse. Schließlich mussten ja rund 300 Personen befördert werden. Nachdem jeder seinen Platz gefunden hatte, konnte die Fahrt los gehen. In Bad Windsheim angekommen wurden sie am Parkplatz schon von den Museumsführern und –führerinnen erwartet. Jede Klasse, bzw. jeder Klassenlehrer hatte schon im Vorfeld eine Themenführung mit entsprechendem Mitmachprogramm ausgewählt. So standen für die ersten Klassen Museumsführer für die Projekte „Vom Schaf zum Schal!“, „Vom Feld zur Mühle“ und „Kindheit auf dem Lande - mit Schiffchenbau“ bereit. Die zweiten Klassen befassten sich mit den Projekten „Mit Bürste und Rumpel“, „Von der Kuh zum Butterbrot“ und „Hecke - Wiese, ein Forschermodul!. Für die Angebote „Farbenwerkstatt“, „Backen im alten Backhaus“ und „Total verfilzt“ hatten sich die dritten Klassen entschieden. Auf die vierten Klassen warteten die Projekte „Wasserkräfte mit Wasserrädchenbau“, „Bäuerliches Leben im Mittelalter“ und „Die Ziegelwerkstatt“. Dann konnte es losgehen. Die Kinder erhielten nun, je nach Schwerpunkt des gewählten Projekts die Möglichkeit, das Leben, Wohnen, Arbeiten und Bauen auf dem Land, wie es früher war, kennenzulernen und durften dies anschließend selbst ausprobieren. Hier einige Beispiele. Wäschewaschen ohne Strom, nur mit Bürste und Waschbrett. Dabei merkten sie schnell, dass das früher reinste Schwerstarbeit war. Die von den Schülern selbst hergestellte Butter und das Brot schmeckten natürlich viel, viel besser als gekaufte Lebensmittel! Kleidung wurde früher zum Großteil aus Wollfilz hergestellt. So manch einer fand das nicht so toll, schließlich „kratzte“ sie ganz schön. Jeder war jedoch stolz auf sein selbstgemachtes Filzstückchen, das er mit nach Hause nehmen durfte. Wände wurden früher nicht einfach gestrichen oder tapeziert, sondern mit Schablonen bemalt und Dachziegel von Hand hergestellt. Das alles durften die Schüler selbst ausprobieren. Anschließend fand sich noch genügend Zeit zum Spielen und Erkunden alter Bauernhäuser, je nach Lust und Laune. Zufrieden, manche auch erschöpft und um einige Erfahrungen reicher bestiegen alle wieder die bereits wartenden Busse und ab ging´s zurück zur Schule. Man war sich einig: Es war ein ganz besonderer Tag! Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle noch an die Frauen-Union, den Förderverein der Stephani-Schule, den Elternbeirat sowie Sparkasse und Raiffeisenbank gerichtet. Sie haben durch großzügige Spenden die Fahrtkosten nach Bad Windsheim übernommen und so die Kosten für die Schüler im vertretbaren Rahmen gehalten.

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